Nicht erst der extreme Dürresommer 2026 zwingt zum bewussten und sparsamen Umgang mit Wasser. Bis Pflanzen eingewachsen sind muss generell regelmäßig gegossen werden, auch Hitze- und trockentolerante Pflanzen brauchen zum Anwachsen unbedingt Unterstützung. Die Pflanzen sollen nicht nur knapp überleben, sondern sich rasch entwickeln und vor allem tief und stark in den Boden einwurzeln. Daher den Boden vorab tief lockern, Verdichtungen vermeiden und tief genug pflanzen. Bei Stauden sollte die Ballenoberkante ca. 2cm tief unter die Oberfläche gepflanzt werden.
Neupflanzungen aller Art müssen kräftig angegossen werden, so dass „Bodenschluss“ erfolgt, es also keine Hohlräume um den Ballen mehr gibt.
Regelmäßig wässern in der Einwachsphase /im Pflanzjahr
Natürliche Niederschläge reichen in den meisten Fällen zum Anwachsen nicht aus, das gilt auch für später einmal trockenverträgliche Arten.
Wie viel Wasser bei Neupflanzungen?
Der Niederschlag bzw. jeder Bewässerungsgang muss mindestens bis an die Unterseite des Ballens reichen, gerne auch noch tiefer, damit die Pflanzen ihre Wurzeln in die Tiefe entwickeln. Nur so können sie später langen Trockenperioden trotzen. Bei einem 9 cm-Topf (P0,5) sind das 10 cm, also mindestens 10 mm Niederschlag/Bewässerung, das entspricht einer Gießkanne/m². Sollte der Boden darunter trocken sein, ist die Menge zu verdoppeln. Wie lange das reicht hängt stark vom Boden, dem Standort und der Strahlungs- bzw. der Wind-Exposition ab, denn diese Faktoren entscheiden über die Nachhaltigkeit eines Niederschlags/einer Bewässerungseinheit.
Wasserverlust durch Verdunstung
Die langen Tage im Frühjahr und Sommer fördern die Verdunstung und natürlich ist das wetterabhängig. Die Luftfeuchtigkeit spielt dabei eine große Rolle, Wind fördert die Verdunstung, hohe Temperaturen natürlich sowieso, eine Mulchschicht dagegen senkt die Verdunstungsverluste erheblich, indem sie die Transpiration des Bodens mindert und den Boden zudem kühler hält.
Das Verhältnis überirdische Belaubung und Wurzelballen
Große Pflanzen mit viel Laub und kleinem Ballen brauchen natürlich deutlich mehr und häufiger Wasser als bei umgekehrtem Verhältnis. Besonders relevant ist dies bei Gehölzen, die mehrere Jahre unterstützt werden müssen, aber auch bei Stauden und vor allem Gräsern bei Sommerpflanzung, die mindestens eine Saison benötigen um einzuwachsen.
Manche Pflanzungen kommen auch bei großer Trockenheit und Wärme ohne Bewässerung aus, profitieren sogar davon, andere Pflanzen benötigen auch später noch Unterstützung. Wasserintensive Lösungen können angebracht sein, sollten aber räumlich zusammengefasst und effizient und sparsam bewässert werden - wir beraten Sie gerne! Um die große Bandbreite zu gliedern schlagen wir eine dreistufige Einteilung vor: