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‚Heimische‘ Pflanzen sind heute endlich gesellschafts- und gartenfähig. Das begrüßen wir sehr! Die Schönheiten aus unserer Landschaft finden endlich die ihnen gebührende Aufmerksamkeit und wir haben großen Spaß dabei sie zu kultivieren und in unseren Projekten zu verwenden. Sehr gern nehmen wir immer neue Arten in Kultur.
Der Begriff ‚heimisch‘ ist naturgemäß schwer eingrenzbar, da die natürliche Verbreitung von Pflanzensippen nichts mit politischen Grenzen zu tun hat und noch dazu im stetigen Fluss ist. Wir bieten hier Wildstauden an, die nicht züchterisch bearbeitet sind, in den gemäßigten Zonen Europas natürliche Vorkommen haben, ausreichend winterhart sind und von denen wir uns einen Wert für die Gartenverwendung versprechen.
seltene Wildnelke aus Südosteuropa, wo sie auf steingen Hängen vorkommt und im Garten eine aparte Zutat an entsprechenden, konkurrenzarmen, warm-trockenen Sonnenstandorten ist. Sie ähnelt der Blut-Nelke, teilt mit dieser die roten Blütenköpfe, die Stängel wirken filigraner und werden etwas höher. Futterquelle für langrüsselige Insektenarten
der heimische Mauerpfeffer kommt fast ohne Erde und Wasser aus, er besiedelt neben Mauerkronen besonders trocken-magere Stellen auf Fels und Trockenrasen
die Fünfblättrige Scharte stammt aus der Türkei, der Kaukasusregion und dem Iran, wo sie in Wäldern und Hochstaudenfluren vorkommt. Im Garten können sie an halbschattigen Problemstellen versucht werden, wo ihre Wuchskraft (Ausläufer) Substanz schafft und die im Sommer von Bestäubern besuchten, rosavioletten, in den Blattachseln befindlichen Blüten gefallen. (Syn. Klasea quinquefolia)
mit den Jahren immer stattlicher werdende Schattenstaude mit charakteristischer, bogig überhängender Wuchsform. Die Nordamerikanische Art ähnelt habituell und ökologisch unserer heimischen P. mulltiflorum, ist aber wuchstärker. Die cremeweißen Blüten mit grünem Rand treten meist paarweise auf. Spargelartiger Austrieb, duftende Blüten Ende Mai und schöne gelbe Herbstfärbung. (Syn.: P. commutatum)
winterhartes Efeublättriges Alpenveilchen, bezaubernde herbstblühende Art! Standort: im Sommer sehr trocken, im Wurzelbereich von lichtem Laubgehölz. Nach der Blüte bildet sich das dekorative wintergrüne Laub, zieht im Frühjahr ein
ein Lungenkraut mit großem, weich behaartem Laub ohne die silbrigen Flecken des Apotheker Lungenkrauts. Wie dieses aus heimischen Wäldern stammend, wenn auch viel seltener (Rote Liste-Art), robust, und als frühe Hummel-Nektarpflanzen wertvoll.
spätwinterlich blühende Staude für kalkhaltigen, durchlässigen Boden am Gehölzrand. Die Schwarze Nieswurz benötigt guten Wasserabzug, verträgt aber als Gebirgsart Hitze und Trockenheit nicht so gut. Für trockene Standorte in warmen Klima empfehlen wir eher Helleborus orientalis, die es auch weißblühend gibt.
monocarpe, meist zweijährige Wildart aus Griechenland mit auffallend großen, bauchigen Blütenglocken, die nach oben gerichtet sind und als echter Hingucker richtig Spaß machen. Der Boden sollte sehr durchlässig, aber nicht mager sein, eine geschützte Lage oder eine leichte Abdeckung im Winter sind anzuraten.
Heimische Wild-Erdbeere, die im Gegensatz zur in den Gärtren eher verbreiteten Fragaria vesca ursprünglich von Trockenrasen und trockenen Gebüschsäumen stammt, wo man sie auch anpflanzen sollte. Verbreitung durch typische, oberirdische Ausläufer. Die kleinen Früchte sind essbar
filigraner Doldenblütler aus dem südlichen Mitteleuropa für magere, sonnige oder halbschattige Partien in naturnahen Gartenbereichen. Die Art wird inzwischen der Gattung Dicheropetalum zugeordnet.
wärmeliebender Doldenblütler aus Südeuropa. Die weißen, zusammengesetzten Dolden stehen auf hohen, verzweigten Stängeln und bereichern den sommerlichen Naturgarten. Doldenblütler werden sehr stark von Käfern und kurzrüsseligen Insekten angeflogen. Mäßige Selbstversamung ist am passenden Standort (sonnige Säume, Gebüschränder und steinige Freiflächen) zu erwarten
die heimische Blumenbinse oder Schwanenblume gedeiht mit ihren eleganten, hellrosa Dolden in nährstoffreichen Gewässern und gilt als Schlammzeiger. Durch ein im Grund langsam wachsendes Rhizom berteilt sie sich allmählich im flachen Wasser aus und blüht im Früh- und Hochsommer.
seltene endemische Knautie vom Westbalkan, wo die alpine Art in frischen Gebirgswiesen und steinigen Hängen vorkommt. Wir empfehlen konkurrenzarme Sand- oder Kiesbeete.Für Liebhaber seltener Pflanzen. Wie bei allen Knautien ist starker Insektenbeflug zu beobachten
Die staudige Liane umrankt etwa Pergolen oder alte Sträucher auf das romantischste. Der Austrieb eingewachsener Exemplare lässt sich spargelähnlich als Frühlingsgemüse nutzen
Ochsenauge, auffällige Wildstaude für trockene Gehölzränder, Böschungen etc., robust und erstaunlich lange blühend, dient es zur Zierde eher extensiv angelegter Wildstaudenpflanzungen. Die Sorte 'Alpengold' gilt als großblumiger, teils mit zweitem Blütenkranz und etwas kompakter wachsend
feinlaubiger, horstig wachsender Schwingel, der in Mitteleuropa in sonnigen Kiefern-Steppenwäldern und Halbtrockenrasen vorkommt. Gutes Matrixgras für leicht absonnige, magere Situationen am lichten Gehölzrand
weißblühende Schafgarbenart aus Südosteuropa die dort auf trockenen Gebüschsäumen, steinigen Wiesen und Felsbändern vorkommt. Für naturnahe, zukunftsfähige Pflanzungen
bei uns sehr selten gewordene Glockenblume mit kopfigen Blütenständen, ähnlich, aber zarter als Campanula glomerata und vegleichbar im Garten verwendbar, nämlich an konkurrenzarmen, nicht zu trockenen Standorten. Die Art ist zweijährigbis mehrjährig uns säht sich verhalten aus. In der Natur kommt sie selten in wechselfeuchten Wiesen vor.
ein typischer Bestandteil frischer und magerer Wiesen, Halbtrockenrasen und Wegränder. Von allen bei uns vorkommenden Wegericharten mit seinen weißen Blüten der wohl der optisch attraktivste
die seltene heimische Segge kommt inTrockenrasen und Trockengebüsch vor und wächst durch kurze Ausläufer ganz allmählich rasenartig. Überwiegend wintergrün erscheint sie im Garten geeignet für naturnahe, konkurrenzarme Trockensituationen oder als Bestandteil von nur gelegentlich begangenen Trittrasen
Wildstaude aus Süd- Südosteuropa mit dichten, zusammengesetzten weißen Dolden, ca. 50-70cm hoch. Dem Riesenfenchen (Ferula) ähnliche, also fein unterteilte Belaubung. Ideal für artenreiche Wildstaudenpflanzungen in voller Sonne
lang blühende Wild-Malve, die sich auf trocken-warmen Böschungen und sonnigen Gehölzrändern besonders wohl fühlt. Ähnlich der Moschus-Malve, aber weniger stark geteilte Belaubung. Der Archäophyth liebt warme, nährstoffreiche, aber trockene Standorte. Die meist im Handel befindliche Form 'Fastigiata' hat einen aufrechten Habitus.
lang blühende Wild-Malve, die sich auf trocken-warmen Böschungen und sonnigen Gehölzrändern besonders wohl fühlt. Ähnlich der Moschus-Malve, aber weniger stark geteilte Belaubung. Der Archäophyth liebt warme, nährstoffreiche, aber trockene Standorte
der auch bei uns heimische Moosfarn liebt kühle, halbschattige und wechselfeuchte Standorte. Interessanterweise kommt er auch in Trockenrasen vor. Frischgrüne Teppiche bildend, schön etwa an absonnigen Felspartien oder feingliedrigen Gestaltungen in Schatten-Trögen und Steingärten
heimischer Korblütler mit großen, gelben Blüten, aus denen riesige "Pusteblumen" entstehen, die länger halten, als beim Löwenzahn. Wurzeln, Blätter und junge Triebe sind als Frühlingssalat essbar. Durch mäßige Versamung "bewegt" der zweijährige Bocksbartt durch den Garten
10 heimische Wildstauden für die naturnahe Bepflanzung eines Blumenkastens (ca. 80-100m Länge) in sonniger Lage. Die Zusammenstellung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium im Rahmen des "Blühpakt Bayern" unter dem Label "Heimat.pflanzen". Die Pflanzen werden nach Geschmack oder nach Zufallsprinzip gleichmäßig im Kasten verteilt und eingepflanzt.Zum Substrat: Ideal wäre eine ca. 1/1-Mischung von torffreier Blumenerde mit sandig-humosem (unkrautfreiem) Gartenboden und eine Mulchabdeckung aus Kies oder Splitt. Gerne können auch dekorative Steine oder Wurzeln dazugestakltet werden. Das schützt die Oberfläche vor starker Verdunstung, so dass weniger oft gewässert werden muss. Eine Grunddüngung, z.B. mit Hornspänen oder Schafwoll-Pellets führt zu üppigerem Wuchs ohne zu überdüngen.
24 heimische Wildstauden aus feuchten oder wechselnassen Standorten für sonnige Lage. Die Zusammenstellung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium im Rahmen des "Blühpakt Bayern" unter dem Label "Heimat.pflanzen". Das Paket kann für größere Flächen, etwa an natürlichen Teichrändern modular vervielfältigt werden. Sehr gut lassen sich die Pflanzen auch in einer wasserdichten Wanne ansiedeln, wo man den Zauber der Uferränder gut beobachten kann. IDer Boden sollte weitgehend feucht-nass gehalten werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit behalten wir uns gleichwertige Änderungen in der Zusammenstellung vor.
24 heimische Wildstauden wie sie an warm-trockenen Gehölzsäumen vorkommen. Für etwa 4m² sonniger Fläche mit magerem oder mäßig nahrhaften Boden in sonniger-absonniger Lage. Die Zusammenstellung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium im Rahmen des "Blühpakt Bayern" unter dem Label "Heimat.pflanzen". Das Paket kann für größere Flächen modular vervielfältigt werden. Die Pflanzen werden nach Geschmack oder nach Zufallsprinzip gleichmäßig auf der Fläche verteilt und eingepflanzt. Ab dem 2. Standjahr ist keinerlei Bewässerung nötig. Die Saumpflanzung kann nach der Hauptblüte im Hochsommer zurückgeschnitten werden, vorherige Selbstversamung ist dabei erwünscht. Bei trockenen, mageren Bedingungen kann auf den Schnittverzichtet werden.
die behaarte Kugelblume aus Westeuropa ähnelt der herzlblättrigen Kugelblume, die kahles Laub besitzt, beide sind gleich gut als kleine Matten bildende Steingartenpflanze zu verwenden. Es sind wunderhübsche alpine Zwergsträuchlein, dessen immergrüne Triebe langsam über Gestein kriechen.
10 heimische Wildstauden für eine naturnahe und langfristig dekorative Bepflanzung eines Blumenkastens mit zusätzlichem Winteraspekt (ca. 80-100m Länge) in sonniger Lage. Die Pflanzen werden nach Geschmack oder nach Zufallsprinzip gleichmäßig im Kasten verteilt und eingepflanzt. Zum Substrat: Ideal wäre eine ca. 1/1-Mischung von torffreier Blumenerde mit sandig-humosem (unkrautfreiem) Gartenboden und eine Mulchabdeckung aus Kies oder Splitt. Gerne können auch dekorative Steine oder Wurzeln dazugestaltet werden. Das schützt die Oberfläche vor starker Verdunstung, so dass weniger oft gewässert werden muss. Eine Grunddüngung, z.B. mit Hornspänen oder Schafwoll-Pellets führt zu üppigerem Wuchs ohne zu überdüngen.
halbhohe Waldstaude mit geschlitzter Belaubung und wunderbar tiefblauen Blüten. Die aus Japan stammende Art ist eng verwandt mit unserem heimischen Günsel, aber doch sehr anders in Aussehnen und Verwendung. Der Wuchs ist horstig (keine Ausläufer) und die Pflanze höher. Sehr hübsch in halbschattigen, nicht zu trockenen Situationen, wo etwa auch Baldrian wächst. Die überraschend hitzebeständige Art ist eine echte Bereicherung im Sortiment.
die weiß blühende Form des seltenen Diptams ist nicht weniger reizend als die rosa Normalform. Das betrifft nicht nur seine aufregende Schönheit, sondern im Wortsinne auch die ätherischen Öle, vor denn man sich etwas in Acht nehme
heimisches Sauergras mit weiter Verbreitung und Standortamplitude. Streng horstförmiger Wuchs und leicht überfallende, wintergrüne Tuffs bildend, hat sie hohes Potenzial als Matrixgras und künftige Verwendung. Weitgehend pflegefrei, Rückschnitte nicht erforderlich. Gut in Gruppen- Flächen- oder Einzelstand
Auslese von Cassian Schmidt aus dem Weinheimer Hermannshof mit etwas breiterem, auffällig hellgrünem Laub. Streng horstförmiger Wuchs und leicht überfallende, wintergrüne Tuffs bildend, hat sie hohes Potenzial als Matrixgras und künftige Verwendung. Weitgehend pflegefrei, Rückschnitte nicht erforderlich. Gut in Gruppen- Flächen- oder Einzelstand. fälschlich auch zu Carex divulsa gestellt
wesentlich seltenert als das Tüpfel- findet sich in der heimischen Natur, vor allem Gebüsch- und Waldrändern das Schöne Johanniskraut. Seine Stängel sind nicht kantig, sondern rund, die Erscheinung filigraner, also schöner, wenn man will. In der Natur kalkfliehend, gilt das für Gärten nur eingeschränkt. Alles spricht dafür diese Art einmal auszuprobieren. Seine Heilwirkung gilt als gleichwertig.